2025

50 Jahre Männerballett Bettingen – ein kleines Stück Dorfgeschichte

Im Jahr 1976 wurde in Bettingen etwas ins Leben gerufen, das bis heute jedes Jahr aufs Neue für Begeisterung, Lachen und staunende Gesichter sorgt: das Männerballett Bettingen. Was damals mit einer spontanen Idee und einer Portion Mut begann, entwickelte sich im Laufe der Jahrzehnte zu einer festen Institution der örtlichen Fastnacht und zu einem unverzichtbaren Bestandteil jeder Fremdensitzung im legendären Hasenstall.

Die genaue Entstehung des Begriffs „Männerballett“ lässt sich historisch zwar nicht eindeutig belegen – selbst das Deutsche Fastnachtmuseum in Kitzingen konnte hierauf keine Antwort geben – doch in Bettingen ist man sich sicher: Hier lebt die Tradition.

Schon vor der ersten Fremdensitzung und vor Vereinsgründung des NSB startete das Männerballett mit seinem ersten Auftritt 1976 im Gasthaus Engel und hat mit über den Jahren insgesamt 57 aktiven Tänzern unzählige Shows auf die Bühne gebracht. Von Africa über Arabische Tänze und Sandhasen Strip bis hin zu modernen Themen wie Zirkus, Bella Italia oder Land der aufgehenden Sonne – kaum ein Motto, das die kreativen Köpfe der Truppe nicht in mitreißende Choreografien und humorvolle Kostüme verwandelt hätten.

Doch was macht das Männerballett Bettingen eigentlich aus? Ganz klar der Spaß an der Gemeinschaft. Das wöchentliche Training, das gemeinsame Lachen, das Verkosten hopfenhaltiger Getränke und die Vorfreude darauf, das Publikum Jahr für Jahr aufs Neue zu begeistern – all das ist der Kern dieser einzigartigen Erfolgsgeschichte.

Heute, 50 Jahre nach dem ersten Auftritt, blickt das Männerballett Bettingen mit Stolz zurück – und mit mindestens genauso viel Energie nach vorn. Denn wer einmal erlebt hat, wie sich beim Auftritt der Hasenstall in ein Tollhaus verwandelt, weiß: Diese Truppe wird uns noch viele Geschichten erzählen – und tanzen.

2024

Offener Brief des Männerballett Bettingens

Sehr geehrte Damen und Herren,

in Zeiten von ständiger Beschallung durch Spotify und Co., neuen Hits erstellt von künstlicher Intelligenz und der 34. Auflage von „Deutschland sucht den Superstar“ appellieren wir daran, einmal zurück zu klassischen Werken und fundierter „echter“ Musik zu blicken.

Um einen Anstoß zu schaffen, drucken wir unser Lieblingswerk aus dem 18. Jahrhundert nachfolgend ab: Eine wahre Ode an die Freude für die schönste Jahreszeit.

Fasching schöner Götterfunken,

Tochter aus Bettingen,

wir betreten Bierbetrunken

Himmlische dein Bühnenreich,

Deine Zauber binden wieder,

was an Aschermittwoch wurd geteilt,

Spaßbefreite werden heiter,

wo dein sanfter Flügel weilt.

Seid umschlungen Millionen,

vom besten Ballett der ganzen Welt!

Brüder – überm Eleferrat

muss ein lieber Sandhas wohnen.

Uns der große Wurf gelungen,

des Publikums Freud zu sein.

Wer `ne Sitzungskart` errungen,

mische seinen Jubel ein.

(Originalfassung eines Gedichtes um 1784 von einem unbekannten Verfassers, welches vom Schillers Friedrich für gut befunden wurde und in geänderter Version als Sample aufgelegt wurde)

Wir scharren mit den Hufen und sind heiß wie Frittenfett die Faschingszeit wieder zu einem Jahreshighlight eskalieren zu lassen. Wer noch gar nicht eskaliert ist, ziehe sich schon mal warm an.

Ein schillernder Auftritt sei euch versprochen!

Ja, alle Partypeople applaudieren natürlich.